Diese Website ist für ein breites Publikum bestimmt, das sich für mechanischer Qualitätsuhren interessiert, diese einzigartigen Zeitmesser, die von erfinderischen Uhrmachern über mehr als 300 Jahre perfektioniert wurden.
Mit der Unterstützung renommierter Marken entwickelte zVisuel zwölf Animationen der mechanischen Uhrmacherei, präsentiert in der interaktiven Technologie Cult3D und begleitet von informativen Texten von Uhrenspezialisten und -historikern, die die wichtigsten Etappen in der Geschichte der Uhrmacherkunst beleuchten.
Einführung
Jede Animation ist begleitet von einem Informationstext, verfasst von Spezialisten, die den langen Weg beleuchten, den diese einzigartige handwerkliche Wissenschaft der Uhrmacherkunst zurückgelegt hat.
Eine saubere, erneuerbare und unerschöpfliche Energie
Die Animation wird Ihnen offeriert von: zVisuel und Uhrenwelt
Der Handaufzug
Eine saubere, erneuerbare und unerschöpfliche Energie
Damit sich Uhrzeiger drehen, braucht es eine Antriebsenergie. Dafür sorgte von den frühesten mittelalterlichen Turmuhren bis zu den Wand- und Standuhren des 20. Jahrhunderts ein Gewichts-Zugsystem, das die Schwer- oder Erdanziehungskraft nutzt.
Im 15. Jahrhundert kommt ein zweiter Energiespeicher hinzu: die Aufzugfeder, ein Metallband, das in einer Trommel mit Zahnrad aufgerollt ist und über dieses Federhaus seine Spannkraft ans Räderwerk abgibt.
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Der Handaufzug
Eine saubere, erneuerbare und unerschöpfliche Energie
Damit wurde die Grossuhr unabhängig von der Schwerkraft und transportabel.
Mechanische Taschenuhren und Armbanduhren sind mit demselben Antriebsorgan ausgestattet, das im Lauf der Zeit bedeutende Verbesserungen erfuhr.
Grosse Fortschritte wurden im Bereich der Federstähle und Legierungen erzielt, um das früher häufige Brechen der - extremen Belastungen ausgesetzten - Federn zu begrenzen.
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Der Handaufzug
Eine saubere, erneuerbare und unerschöpfliche Energie
Heutige Uhrfedern sind praktisch absolut bruchfest und ermüdungsfrei. Um das Federhaus bzw. die Feder aufzuziehen, benutzte man lange Zeit einen Aufzugschlüssel. Der anfängliche Kurbelschlüssel wandelte sich zum Steckschlüssel, der nach dem Öffnen des Deckels im rechten Winkel zum Uhrwerk eingeführt wurde. Um die Zeiger zu richten, musste man das Gehäuse öffnen. Eine Zeitlang war auch ein Aufzugsystem über einen drehbaren Glasreif, die Lünette, im Schwange.
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Der Handaufzug
Eine saubere, erneuerbare und unerschöpfliche Energie
Die erste Uhr mit Aufzugkrone brachte die Uhrenmanufaktur Louis Audemars 1838 auf den Markt.Der Engländer Thomas Prest hatte 1820 den Anstoss zu diesem System gegeben, Patek und Czapek trugen dazu bei, und Adrien Philippe sowie Charles-Antoine LeCoultre sorgten Ende der 1840er Jahre für die entscheidenden Verbesserungen. Philippe reichte ein Patent für eine Bügelkrone zum Richten der Uhr ein, der zweite verband sie mit der Aufzugvorrichtung.
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Der Handaufzug
Eine saubere, erneuerbare und unerschöpfliche Energie
Die heute praktisch ausnahmslos bei 3 Uhr angebrachte Aufzugkrone der Armbanduhren dient neben dem Aufziehen der Feder vor allem dem Einstellen der Uhrzeit und des Datums.
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Der Handaufzug
Eine saubere, erneuerbare und unerschöpfliche Energie
Führen Sie den Cursor mit Hilfe der Maus in der 3D-Animation spazieren. Klicken Sie jedesmal, wenn das Händchen erscheint, und entdecken Sie was passiert! Zum Beispiel: Klicken Sie mehrmals auf die Aufzugkrone, um die Uhr aufzuziehen. Voll aufgezogen, verfügt eine einfache mechanische Uhr über eine Gangreserve von 36 bis 40 Stunden. Die dafür notwendige Antriebsenergie wird durch die Spannkraft der Stahlfeder geliefert. Klicken Sie auf das zentrale Zahnrad, um diese mechanische Energie freizusetzen.
Die Hemmung
Das Herz der mechanischen Uhr
Diese Animation enthält Audio-Elemente.
Sie wird Ihnen offeriert von: F.P. Journe Invenit et Fecit
Die Hemmung
Das Herz der mechanischen Uhr
Die vom Motor der Uhr, dem Federhaus, gelieferte Energie muss gebändigt, kontrolliert und gleichmässig in einem Rhythmus abgegeben werden, der dem realen Verstreichen der Zeit bzw. ihrer exakten Messung entspricht. Diese genaue Zeitteilung ist Aufgabe des Regulierorgans, des Schwingers oder Oszillators, bei der mechanischen Uhr ein Pendel oder eine Unruh mit Spiralfeder. Damit dieses Organ gleichmässig und andauernd schwingt, muss auch der Kraftzufluss gleichmässig sein. Dafür sorgt ein besonderer Mechanismus: die Hemmung.
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Die Hemmung
Das Herz der mechanischen Uhr
Vom Federhaus wird die Antriebskraft durch Zahnräder und Triebe übertragen, die sich in ihrer Abfolge immer schneller drehen. Diese Untersetzung teilt die Kraft in stets kleinere Einheiten auf.
Am Ende dieses Räderwerks besteht die heute in Armbanduhren am häufigsten benutzte Schweizer Ankerhemmung aus dem Hemmungsrad und Hemmungstrieb, dem Anker mit seinen zwei Paletten aus Rubin, der Ankerstange und der Ankergabel.
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Die Hemmung
Das Herz der mechanischen Uhr
Das Hemmungsrad wird abwechselnd von einer der beiden Ankerpaletten blockiert und bei jeder Halbschwingung des Regulierorgans freigegeben, ausgelöst durch die «grosse Rolle mit Ellipse» der Unruh, die die Ankergabel steuert. Im Gegenzug speist das Anker jedesmal die Bewegung des Schwingers.
Dieser Schwinger oder Oszillator, das eigentliche Herz der Uhr, besteht bei der modernen Armbanduhr aus dem Paar Unruhschwungrad und Spiralfeder.
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Die Hemmung
Das Herz der mechanischen Uhr
Die Feder bringt die in wechselnden Halbschwingungen beidseits drehende Unruh immer wieder auf ihren toten Punkt in der Mitte zwischen beiden Ausschlägen zurück. Pro Durchgang am Totpunkt lässt die Unruh via Ankergabel und Anker das Hemmungsrad um einen Zahn vorrücken. Tick-tack, tick-tack. Die am häufigsten verwendeten Frequenzen sind 21600, 28800 und 36000 Halbschwingungen/Stunde. Die Nivarox FAR (Swatch Group) hat praktisch das Weltmonopol für die aus einer Speziallegierung gefertigten Spiralfedern.
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Die Hemmung
Das Herz der mechanischen Uhr
Deren Regulierung, die die Frequenz der Unruh bestimmt, erfordert viel Fingerspitzengefühl und ist ein eigener Berufszweig.
Seit der Erfindung der Steigrad- oder Spindelhemmung im 15. Jahrhundert entwickelten Uhrmacher eine Vielzahl von Hemmungstypen: Die mechanischen Pendeluhren wurden zunächst mit Spindelhemmung mit Pendel, Rückfall-Ankerhemmung und Ankerhemmung ohne Rückfall ausgestattet.
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Die Hemmung
Das Herz der mechanischen Uhr
1695 erfand der grosse englische Uhrmacher Thomas Tampion eine erste Zylinderhemmung, die sein Kollege George Graham 1720 entscheidend verbesserte, der auch die Hemmung mit reibender Ruhe entwickelte. 1750 brachte Thomas Mudge die erste freie Ankerhemmung heraus (hier berührt die Unruh die Hemmung nur noch während des Antriebs und des Auslösens). 1830 konstruierte dann Georges A. Leschot in Genf die Schweizer Ankerhemmung, die sein Schüler Antoine Léchaud in Serienproduktion zu fertigen begann.
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Die Hemmung
Das Herz der mechanischen Uhr
Die Stiftenhemmung, 1798 von L. Perron in Besançon entwickelt, wurde von Georges-Frédéric Roskopf auf die von ihm erfundene «Prolétaire» angepasst, die erste Billiguhr der Welt. Zu erwähnen ist noch die erste elektrische Hemmung, die der Neuenburger Matthias Hipp bereits 1878 vorstellte. Im Streben nach höchster Ganggenauigkeit und Zuverlässigkeit beschäftigen sich die Uhrenkonstrukteure auch heute noch mit diesem entscheidenden Thema der mechanischen Uhrmacherei und schlagen immer wieder neue Lösungen vor.
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Die Hemmung
Das Herz der mechanischen Uhr
Die bedeutendsten neueren Entwicklungen sind die Koaxialhemmung von Georges Daniels, der Gleichmässigkeitsaufzug (remontoir d'égalité) von François-Paul Journe und der Dual-direct- oder doppelte Direktantrieb von Ludwig Oechslin.
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Die Hemmung
Das Herz der mechanischen Uhr
Wenn Sie die Anweisungen unter dem Fenster über die 3D-Navigation befolgen, sehen Sie wie der Hebelstein - ein winziger halbmondförmiger Stift aus rotem Rubin auf die Ankergabel schlägt und das berühmte Ticktack produziert, das Sie jetzt hören, wenn Ihr Computer über Lautsprecher verfügt. Wenn Sie auf die Zeichen + und - klicken, sehen Sie, wie der Uhrmacher Ihre Uhr regulieren kann. Dieses Feinstellen erfolgt in Wirklichkeit in kleinsten Stufen; in der Animation ist es stark übertrieben.
Die Anzeige
Stunde, Minute und Sekunde: Basis der mechanischen Uhr
Die Animation wird Ihnen offeriert von: zVisuel und Uhrenwelt
Die Anzeige
Stunde, Minute und Sekunde: Basis der mechanischen Uhr
Drei Zeiger geben die Grundinformationen wieder, die eine mechanische Uhr mit der herkömmlichen Analoganzeige vermittelt. Zwei von ihnen, der kürzere Stunden- und der längere Minutenzeiger, drehen sich traditionell aus der Mitte, während der Sekundenzeiger oft auf einem kleinen Zählerzifferblatt bei 6 Uhr angebracht ist. Dann nennt man ihn kleine Sekunde, im Gegensatz zur Sekunde aus der Mitte, dem zentral angebrachten grossen Sekundenzeiger.
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Die Anzeige
Stunde, Minute und Sekunde: Basis der mechanischen Uhr
Die Drehung der Zeiger ist vom Räderwerk mit seinen Trieben und Rädern abhängig, die sich zwischen Federhaus und Hemmung drehen. Das Minuten- oder Zentrumsrad ist über seinen Trieb (die gezahnte Welle) mit dem Federhaus verzahnt und macht eine Umdrehung pro Stunde. Auf diesem Trieb sitzt wie ein Strumpf das Minutenrohr mit dem Minutenzeiger. Das Minutenrad greift in den Trieb des Kleinbodenrads ein, das wiederum mit dem Trieb des Sekundenrads verbunden ist, welches ins Hemmungsradtrieb eingreift.
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Die Anzeige
Stunde, Minute und Sekunde: Basis der mechanischen Uhr
Der Zeiger auf dem Sekundenrad rückt traditionell in fünf Sprüngen pro Sekunde vor und wird dann springende Sekunde oder Trotteuse genannt. Der Stundenzeiger wird über das Zeigerwerk angetrieben, das die Drehung des Minutentriebs zwölfmal verlangsamt. Der Stundenzeiger sitzt auf dem Stundenrad, das über das Minutenrohr gestülpt ist. Die ersten Uhren besassen nur einen Stundenzeiger. Der Minutenzeiger wurde erst zu Ende des 17. Jahrhunderts durch den Engländer Daniel Quare entwickelt.
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Die Anzeige
Stunde, Minute und Sekunde: Basis der mechanischen Uhr
Herstellung und Form der Zeiger wandelten sich mit der Zeit im Streben nach Festigkeit und Ästhetik und führten zu Hunderten von Modellen. Die heute am häufigsten verwendeten Typen sind Stab-, Blatt-, Dauphine- und Alphazeiger. In klassischeren oder antiken Uhren findet sich oft der Breguet- oder birnförmige Zeiger.
Ursprünglich erfolgte das Richten der Uhr, die Zeigerstellung, durch Drehen des Minutenzeigers mit dem Finger.
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Die Anzeige
Stunde, Minute und Sekunde: Basis der mechanischen Uhr
Schon bald aber, vom 16. Jahrhundert an, erschien auf dem Zentrumstrieb der Zeigerstift mit dem Minutenrohr, der zum Richten eine quadratische Vertiefung für den Uhrenschlüssel trug. In der Armbanduhr erfolgt die sogenannte moderne Zeigerstellung über eine Zugkonstruktion. Zieht man die Krone zum Richten heraus, verschiebt die Wippe den Schiebetrieb auf der Aufzugwelle und lässt ihn in das kleine Zeigerstellrad eingreifen, mit dem sich via Wechselrad das Minutenrohr und das Stundenrad mit ihren Zeigern verstellen lassen.
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Die Anzeige
Stunde, Minute und Sekunde: Basis der mechanischen Uhr
Der gesamte Mechanismus wird von Stellhebelfeder und Stellhebel überdeckt. Je nach Uhrwerk-«Familie» ist deren Form eigenständig und für Kenner unverwechselbar wie ein Fingerabdruck.
Bis in die 1970er Jahre waren die Hälfte der mechanischen Schweizer Uhren mit anderen Richtmechanismen ausgestattet, etwa der Wippkloben-Zeigerstellung.
In drei Etappen haben wir nun mit Antrieb, Regulierorgan und Anzeige die wichtigsten Elemente der mechanischen Uhr vorgestellt.
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Die Anzeige
Stunde, Minute und Sekunde: Basis der mechanischen Uhr
Von dieser Grundlage ausgehend ersannen die Uhrmacher unermüdlich zusätzliche Mechanismen für die Perfektionierung ihrer Zeitmesser: für die Steigerung der Ganggenauigkeit und Zuverlässigkeit; für Zusatzinformationen wie Datum, Wochentag, Monat usw.; zum Stoppen von Kurzzeiten oder um mit einem Schlagwerk den Blick aufs Zifferblatt überflüssig zu machen.
All dies werden wir Schritt für Schritt in den nächsten Animationen entdecken.
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Die Anzeige
Stunde, Minute und Sekunde: Basis der mechanischen Uhr
Wenn Sie die Anweisungen für die 3D-Navigation unter dem Fenster befolgen, können Sie die Uhr in allen Richtungen manipulieren. Klicken Sie auf einzelne Teile, werden diese für bessere Sicht auf die Mechanismen entfernt.
Versuchen Sie die Uhr zu richten, indem Sie auf die Krone klicken und die Maus nach oben oder unten ziehen.
Diese drei ersten Animationen bilden die Grundlage, zu der in der Folge zusätzliche Funktionen und die Komplikationsmechanismen hinzukommen.
automatischen Aufzug,
ein Perpetuum mobile
Die Animation wird Ihnen offeriert von: Eterna
automatischen Aufzug,
ein Perpetuum mobile
Die Idee, eine selbstaufziehende mechanische Uhr zu konstruieren, ist alt, und im Lauf der Zeit erdachte und perfektionierte man verschiedenste Lösungen. Als Vater des Automatikaufzugs darf Abraham-Louis Perrelet (1729-1826) bezeichnet werden, der bereits 1770 eine Taschenuhr baute, die mit einer Schwingmasse versehen war, welche in beiden Richtungen drehend die Aufzugfeder spannte.
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automatischen Aufzug,
ein Perpetuum mobile
Alle grundlegenden Elemente waren vorhanden, doch erst anderthalb Jahrhunderte später setzte sich diese geniale Erfindung wirklich durch, als ihr Aufzugprinzip mit der Armbanduhr genug «Schwung» erhielt.
In der Zwischenzeit hatte Abraham-Louis Breguet (1747-1823) das System einer Schwingmasse «à secousses» vorgeschlagen, da Taschenuhren vor allem vertikalen Erschütterungen ausgesetzt waren.
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automatischen Aufzug,
ein Perpetuum mobile
Am Handgelenk bewegt der Mensch seine Uhr mehrere tausend Mal pro Tag in den verschiedensten Richtungen, und da ist eine um ihre eigene Achse drehende Schwing- oder Schwungmasse, auch Rotor genannt, die ideale Lösung, wenn die so gelieferte Energie kanalisiert werden kann.
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automatischen Aufzug,
ein Perpetuum mobile
Der Engländer John Harwood (1893-1965) liess 1925 das erste Patent für eine Armbanduhr mit Automatikaufzug patentieren. Er stellte den Prototyp dem Rohwerkehersteller A. Schild in Grenchen vor (Vorläuferbetrieb der Eterna und der ETA). Drei von dessen Kundenmarken vertrieben die Novität: Fortis, Selza und Blancpain. Der Rotor dieser Modelle war mit Federpuffern ausgestattet, um allzu heftige Bewegungen zu dämpfen und die Schwingmasse «zurückzuschicken».
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automatischen Aufzug,
ein Perpetuum mobile
1931 griff Rolex auf den Rotor Perrelets mit seiner «perpetuellen» Bewegung zurück. 1942 schlug Felsa ein Rotorsystem vor, das in beiden Richtungen wirkte, den «Bidynator». 1949 brachte Eterna die Lösung, welche sich durchsetzen sollte: den kugelgelagerten Rotor, solide, praktisch reibungslos gleitend und weitgehend frei von Abnützung.
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automatischen Aufzug,
ein Perpetuum mobile
So recht setzte der Höhenflug der Automatikuhr in den 1950er Jahren ein, als Hunderte von Patenten kleine, aber wichtige Verbesserungen brachten. Mido reduzierte die Zahl der Komponenten mit dem «Powerwind». Der «Gyromatic» (39 Rubine) von Girard-Perregaux benötigte nur drei Schrauben, um das Automatikmodul auf dem Basiswerk zu befestigen, was zur modularen Lösung im Unterhalt beitrug.
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automatischen Aufzug,
ein Perpetuum mobile
Jaeger-LeCoultre und Zodiac führten die Gangreserve-Anzeige in der Automatikuhr ein, und in den 1960er Jahren lancierten die Manufaktur Büren, Universal Genève sowie Hamilton den ins Werk integrierten Mikrorotor.
Hier die drei Schlüsselelemente eines modernen Automatikmechanismus:
1. Der kugelgelagerte Rotor (die Schwing-, Schwungmasse) liefert mit grösstmöglichem Gewicht bei geringer Dicke die Energie.
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automatischen Aufzug,
ein Perpetuum mobile
2. Der Wechsler sorgt dafür, dass die Aufzugfeder ungeachtet der Drehrichtung des Rotors aufgezogen wird.
Hier die drei Schlüsselelemente eines modernen Automatikmechanismus:
3. Die Untersetzung verwandelt die rasche, aber schwache Rotation des Rotors in eine langsamere, aber kräftigere Drehung, welche die Aufzugfeder spannt
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automatischen Aufzug,
ein Perpetuum mobile
Hinzu kommen verschiedene Sondervorrichtungen, damit beispielsweise der Automatikmechanismus ausgekoppelt wird, wenn man die Uhr von Hand aufzieht, oder dass er mittels einer Gleitbride daran gehindert wird, die voll aufgezogene Feder zu überspannen.
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automatischen Aufzug,
ein Perpetuum mobile
Wenn Sie die Anweisungen für die 3D-Navigation unter dem Fenster befolgen, können Sie die Uhr manipulieren, um Einzelheiten genauer zu betrachten. Klicken Sie auf die kleine Figur, um zu entdecken, wie der Mechanismus funktioniert, mit dem die kleinste Armbewegung des Trägers genutzt wird, um die Uhr aufzuziehen bzw. Antriebsenergie zu speichern.
Beobachten Sie das sinnreiche System der Sperrkegel, das dafür sorgt, dass sich das Sperrrad immer in einer Richtung dreht und die Uhrfeder aufzieht.
Stossgeschützt / wasserdicht
Ihre Uhr ist überall dabei
Die Animation wird Ihnen offeriert von: Panerai
Stossgeschützt / wasserdicht
Ihre Uhr ist überall dabei
Heftige Erschütterungen, Wasser und Staub sind die Todfeinde der feinen Mechanismen im Uhrwerk. Achillesferse dieser Feinmechanik war lange das Zylinderröhrchen der Hemmung, vor allem aber die Unruhwelle, die zerbrach, wenn eine Taschenuhr zu Boden fiel. Einmal mehr erbrachte Abraham-Louis Breguet als erster eine Lösung für dieses Problem.
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Ihre Uhr ist überall dabei
Er ersann ein «Parachute» (Fallschutz oder Fallschirm) genanntes Dispositiv: einen Deckstein, der an einem Federblatt am Unruhkloben befestigt war. Er schützte den Unruhzapfen vor allem gegen Schläge, die in der Längsrichtung der Welle auftreffen.
Gegen seitliche Schläge setzte sich in den 1930er Jahren das Incabloc-System durch, das von den beiden Ingenieuren Georges Braunschweig und Fritz Marti aus La Chaux-de-Fonds entwickelt worden war.
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Stossgeschützt / wasserdicht
Ihre Uhr ist überall dabei
Weltweit bekannt und an seiner Leierform identifizierbar, sollte es bis zu 70% der Uhren mit Schweizer Ankerhemmung gegen Stösse schützen.
Ein Konkurrenzsystem, Parechoc KIF, wurde in den 1940er Jahren im Jouxtal entwickelt. Es gab noch andere, die wieder verschwanden, während die Nachfolger der Systeme Incabloc (Novodiac) und Parechoc KIF (Duofix und Duobil) heute den Markt der Uhren-«Airbags» beherrschen.
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Stossgeschützt / wasserdicht
Ihre Uhr ist überall dabei
Bei normalem Gebrauch von Taschenuhren war Staub ein echtes Problem. Der Begriff Wasserdichtigkeit lässt zusammen mit dem von den Schweizer Kontrollbehörden abgesegneten «water resistant» allerdings eher an Wasser- als an Staubschäden denken. Das hat vor allem mit dem Siegeszug der Armbanduhr zu tun, da diese bei den üblichen Tätigkeiten eher in Kontakt mit Wasser kommt als eine Taschenuhr, legt man sie doch meist nicht ab, um die Hände zu waschen oder eine Dusche zu nehmen.
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Ihre Uhr ist überall dabei
Ende des 19. Jahrhunderts erschienen die ersten Dichtungen für die sensiblen Punkte der Taschenuhr: den Boden, das Uhrglas, die Aufzugkrone und die Drücker. Bei der Armbanduhr häuften sich die Patenteingaben von den 1920er Jahren an, mit Staubschutzvorrichtungen, doppelten Gehäusen, Kronenröhren, verschraubten Gehäuseböden und Uhrgläsern, die die Dichtringe zusammenpressten.
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Ihre Uhr ist überall dabei
In der Uhrengeschichte erhalten bleiben der Name von Hans Wilsdorf, Gründer der Marke Rolex, und das Jahr 1926, als mit seiner berühmten «Oyster» die erste Uhr erschien, die tatsächlich mindestens so dicht wie eine Auster ist. Das war der Auslöser, und in den beiden folgenden Jahrzehnten boten nicht weniger als 60 schweizerische Gehäuse und rund 200 Uhrenfabrikanten wasserdichte Modelle an.
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Ihre Uhr ist überall dabei
Einige Marken spezialisierten sich auf wasserdichte Uhren und brachten originelle Lösungen auf den Markt. Zum Beispiel Mido mit dem «Aquadura»-System, bei dem die Kautschukdichtungen durch Naturkork ersetzt sind. Der Kork wird unter Druck mit einer Flüssigkeit getränkt, deren Zusammensetzung ein Fabrikgeheimnis blieb. Der Vorteil ist, dass dieser Kork weder hart und brüchig noch deformiert wird, wie dies bei üblichen Dichtungen der Fall ist.
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Stossgeschützt / wasserdicht
Ihre Uhr ist überall dabei
Ein anderer Name, der für die Wasserdichtigkeit in der Uhrengeschichte symbolhaft steht, ist die Marke Officine Panerai, die lange kaum bekannt war und während des Zweiten Weltkriegs die italienischen Marinetaucher mit Zeitmessern ausrüstete. Sie hat ein einzigartiges Hebelsystem entwickelt, das die Krone unter Druck setzt und so eine hohe Dichtigkeit garantiert. Ihre bis 1000 m wasserdichte Profi-Taucheruhr ist mit einem Heliumventil ausgestattet.
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Stossgeschützt / wasserdicht
Ihre Uhr ist überall dabei
Wasserdichte Uhren ohne zusätzliche Angaben sind im üblichen Gebrauch und bei kurzen Badeausflügen dicht. Sie widerstehen einem Überdruck von 30 Atmosphären, was einer Wassersäule von 30 m entspricht. Als Taucheruhren gekennzeichnete Modelle müssen härtere Tests bestehen, die Wassertiefen von 100 m und mehr entsprechen, und eine optimale Ablesbarkeit unter Wasser gewährleisten. Das Leben der Taucher hängt davon ab.
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Stossgeschützt / wasserdicht
Ihre Uhr ist überall dabei
Führen Sie den Cursor mit der Maus in der 3D-Animation 3D spazieren und manipulieren Sie die Uhr gemäss den Anweisungen unter dem Fenster. Klicken Sie jedesmal, wenn ein Händchen erscheint! Zum Beispiel:
Teile des Gehäuses wegnehmen / hinzufügen; den verschraubten Fond abnehmen und auf die Unruhbrücke klicken, um die Stosssicherung freizulegen.
Auf den Rubin der Stosssicherung klicken, um zu sehen, wie sie auf Erschütterung reagiert und den Bruch der Unruhwelle verhindert.
Vom Kalender zur Zeitgleichung
Die Animation wird Ihnen offeriert von: Breguet
Vom Kalender zur Zeitgleichung
Die Stunde, Minute und Sekunde anzuzeigen ist eine gute Sache, aber damit gaben sich die Uhrmacher nicht zufrieden. Zunächst entwickelten sie Mechanismen für einfache Kalenderangaben: Datum, Wochentag, gelegentlich die Wochennummer, häufiger den Monat. In all diesen Fällen musste man bei Monaten mit 30 Tagen den Mechanismus um einen Tag, Ende Februar um zwei, in Schaltjahren um drei Tage vorstellen.
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Vom Kalender zur Zeitgleichung
Die Anzeige der Mondphasen musste ebenfalls verstellt werden: War sie auf einen Mondmonat von 29 Tagen (statt der echten 29 Tage, 7 Stunden, 43 Minuten und 11 Sekunden) ausgelegt, wurde alle drei Jahre ein Korrektur notwendig. Bei den selteneren Mondphasen mit einem Zyklus von 29,5 Tagen war der Eingriff nur alle 132 Jahre erforderlich.
Im 18. Jahrhundert erschienen die ersten ewigen Kalender, französisch «quantième perpétuel» genannt, welche die Monate mit weniger als 30 Tagen und die Schaltjahre berücksichtigen.
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Vom Kalender zur Zeitgleichung
Hier wird eine Korrektur nur in den vollen Jahrhundertjahren mit nicht durch 4 teilbarer Jahrhundertzahl notwendig, die nächste im Februar 2100 wegen 21).
Manche Uhrmacher studierten die Astronomie gründlich, um in der Taschenuhr, später auch in der Armbanduhr die Wirklichkeit der Gestirnkonstellationen wiederzugeben, aber auch andere Kalender (etwa den hebräischen oder islamischen), das Datum von Ostern und den andern beweglichen Kirchenfesten, Flut und Ebbe oder die Himmelskarte an einem bestimmten Punkt der Erde.
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Vom Kalender zur Zeitgleichung
Sie interessierten sich aber auch für die veränderliche Beziehung zwischen echter oder Sonnenzeit und bürgerlicher Zeit, Zeitgleichung genannt. Einmal mehr war es A.-Louis Breguet, der als erster eine Tischuhr konstruierte, die diesen Unterschied anzeigte. Er schenkte sie 1793 seinem Freund, dem Astronomen und Mathematiker Pierre Simon, Marquis Laplace, der eine Studie über das Phänomen verfasst hatte.
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Vom Kalender zur Zeitgleichung
Ein Sonnentag entspricht der genauen Zeit, die zwischen zwei Durchgängen der Sonne im Zenith verstreicht. Sie schwankt zwischen 24 Stunden 0 Minuten 30 Sekunden und 23 Stunden 59 Minuten 40 Sekunden. Von einem Tag auf den andern beträgt die Differenz nur wenige Sekunden (immerhin bis 30 um Weihnachten), aber insgesamt kumuliert sich das auf eine Abweichung zwischen dem Sonnenzeit-Mittagsstand und dem bürgerlichen Mittag von +14 Minuten am 12. Februar und -16 Minuten am 3. November.
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Vom Kalender zur Zeitgleichung
Diese Unterschiede ergeben sich aus der elliptischen Umlaufbahn der Erde um die Sonne und den dazugehörigen schwankenden Geschwindigkeiten. Im Lauf des Jahres wächst und schrumpft diese Abweichung abwechselnd und allmählich. Eine genaue Deckung von Sonnenzeit und bürgerlicher Zeit besteht nur am 16. April, 5. Juni, 2. September und 26. Dezember.
Die Erfindung von A.-Louis Breguet wurde perfektioniert, bis die Sonnengleichung (die Equation du Temps) praktisch ewig stimmt.
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Vom Kalender zur Zeitgleichung
Man findet sie in den kostspieligsten und kompliziertesten astronomischen Taschenuhren wieder.
Das Schwierigste dabei ist, die richtige Form des Nockens zu bestimmen, der die Anzeige steuert. Diese selbst erfolgt entweder mit einem zweiten Minutenzeiger wie in der Star Caliber von Patek Philippe oder mit einem Zeiger, der auf einem separaten Kreissektor die Abweichung anzeigt. Für diese Lösung entschied sich die Marke Breguet, als sie die 1991 erschienene erste Armbanduhr mit Zeitgleichung entwickelte.
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Vom Kalender zur Zeitgleichung
Führen Sie den Cursor mit der Maus in der 3D-Animation und: Klicken Sie auf bestimmte Teile, um sie zu entfernen und die Mechanismen besser zu sehen.
Klicken Sie auf die Zeichen und , um ein Datum zu wählen, dann auf GO; auf dem Zifferblatt wird die Differenz zwischen dem Sonnenzeit-Mittag (oder echten Mittag) und 12 Uhr mittags nach konventioneller Zeit am gewählten Datum angezeigt. Sie entspricht der Zeitgleichung.
Die Stoppuhr
Ein Meisterwerk der Feinmechanik
Die Animation wird Ihnen offeriert von: Girard-Perregaux
Die Stoppuhr
Ein Meisterwerk der Feinmechanik
Der Chronograph, wie die Stoppuhr fachsprachlich meist genannt wird, hat sich in seinen Grundfunktionen (Start, Stopp, Nullrückstellung) kaum geändert, seit er 1862 von einem Uhrmacher aus der Vallée de Joux, Adolphe Nicole, entwickelt wurde. Einen ersten zusätzlichen Mechanismus für das Messen oder Zählen der Zeit hatte Jean-Moïse Pouzait aus Genf allerdings bereits 1777 vorgeschlagen, und zwar in Form eines unabhängigen Sekundenzeigers, der in Sekundensprüngen vorrückte.
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Die Stoppuhr
Ein Meisterwerk der Feinmechanik
1868 konstruierte Auguste Baud einen ersten Chronographen, dessen Mechanismus nicht unter dem Zifferblatt, sondern Richtung Gehäuseboden, also brückenseitig, angebracht ist. Reine Sportzähler ohne Anzeige der Uhrzeit, die nur die Zeit in Fünftelsekunden und in Minuten messen, gibt es seit 1878.
Uhrmacherische Phantasie und Kreativität sowie der Wunsch nach Perfektionierung und Originalität bei der Konstruktion von Chronographenwerken führten zu einer Vielfalt von Erfindungen.
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Die Stoppuhr
Ein Meisterwerk der Feinmechanik
In der Schweiz wurden dazu zwischen 1880 und 1945 nicht weniger als 369 Patente eingereicht.
Die wichtigste Revolution geht auf das Jahr 1937 zurück, als das im Jouxtal ansässige Unternehmen Dubois Dépraz ein System ohne Säulen- oder Kolonnenrad entwickelte. Die kostensparende Vereinfachung war ein immenser Erfolg.
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Die Stoppuhr
Ein Meisterwerk der Feinmechanik
Auf einem Basiswerk der Ebauches SA (heute ETA) mit Dépraz- oder Aubert-Mechanismus aufbauend, wurde dieses Chronographenkaliber mit einem Zifferblatt angeboten, das über eine Tachometerskala für die Messung von Geschwindigkeiten und eine telemetrische Skala für Distanzmessungen angeboten. Diese Stoppuhr verfügte über sämtliche Vorteile und wurde denn auch in mehr als 3,5 Millionen Stück produziert... eine gewaltige Zahl für einen mechanischen Chronographen der damaligen Zeit. Man findet noch heute Exemplare mit der simplen Bezeichnung «Chronographe suisse».
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Die Stoppuhr
Ein Meisterwerk der Feinmechanik
Als treibende Kraft des Stoppuhrmechanismus trägt das kleine Minutenrad auf der Zifferblattseite den kleinen Sekundenzeiger und werkseitig ein gleiches Zahnrad, das ständig in das Kupplungsrad eingreift. Wird der Startdrücker betätigt, nimmt dieses das Chronographen-Zentrumsrads mit, auf dem sich der zentrale Chronographen-Sekundenzeiger dreht. Dieser rückt in Fünftelsekundenschritten vor, während er bei Quarzuhren in Sekundenschritten springt. Die Anzeige der gestoppten Zeit erfolgt bei den meisten heutigen Chronographen mit einem 30-Minuten- und einem 12-Stunden-Zähler.
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Die Stoppuhr
Ein Meisterwerk der Feinmechanik
Gelegentlich findet man auch 6- oder 3-Stunden-Zähler, bei denen sich die Stundenbruchteile differenzierter anzeigen lassen.
Wie dreht sich der Minutenzähler? Das Zentrums- oder Chronographenrad ist mit einem Messingfinger ausgestattet, der bei jeder Minutendrehung einen Schiebetrieb in umgekehrter Richtung mitnimmt, der wiederum das Rad des Minutenzählers dreht. Ohne diese Übersetzung würde der Zeiger auf dem Zifferblatt rückwärts zählen.
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Die Stoppuhr
Ein Meisterwerk der Feinmechanik
Der Schiebe- oder Kupplungstrieb hat Spiel, damit er die Nullrückstellung des Sekunden- oder Chronographenzeigers und des Minutenzählers nicht behindert. Die Nullrückstellung wird über die beiden «Äste» des Hammers sichergestellt, der auf die beiden Herznocken schlägt, mit denen die beiden Räder ausgestattet sind.
Die Manufaktur Girard-Perregaux aus La Chaux-de-Fonds erregte 1999 Aufsehen mit dem ersten automatischen Armbandchronographen mit springender Sekunde («Seconde foudroyante»).
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Die Stoppuhr
Ein Meisterwerk der Feinmechanik
In der Öffentlichkeit wenig bekannte Uhrwerkhersteller wie Dubois Dépraz, Valjoux, Kelek und Lemania liefern den berühmtesten Marken seit Jahren Chronographenmodule, bei denen Nockenmechanismen das Säulen- oder Kolonnenrad ersetzen. Dieses ist jedoch noch nicht völlig verschwunden, findet sich aber vor allem in den exklusiven Modellen des Luxus- und Prestigesegments: so bei Breguet, Girard-Perregaux, IWC, Jaeger-LeCoultre, Patek und einigen andern Marken.
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Die Stoppuhr
Ein Meisterwerk der Feinmechanik
Führen Sie den Cursor mit der Maus in der 3D-Animation und: Klicken Sie auf die Teile, um sie in der richtigen Reihenfolge zu montieren (das Säulenrad - Kolonnenrad als erstes)! Klicken Sie nach der Montage des Mechanismus auf das Zifferblatt, um den Mechanismus wieder zu sehen. Klicken Sie auf die Drücker oder auf START, STOP und RESET, um die Abfolge der verschiedenen Zeitmess-phasen zu verfolgen (stark verlangsamt).
Der Tourbillon
Meisterschaft und Kunstfertigkeit
Die Animation wird Ihnen offeriert von: Patek Philippe
Der Tourbillon
Meisterschaft und Kunstfertigkeit
Der oder das Tourbillon wurde hochoffiziell am 7. Messidor des Jahres 9 des
französischen Revolutionskalenders geboren, das heisst am 26. Juni 1801, als Frankreichs Innenministerium Abraham-Louis
Breguet ein Patent für die Erfindung eines neuen Reglerorgans ausstellte.
Der in Paris niedergelassene brillante Neuenburger Uhrmacher hatte drei Monate zuvor ein Konstruktionspatent für eine
Dauer von zehn Jahren beantragt, und zwar für einen Mechanismus, der die störenden Auswirkungen der Schwerkraft auf die
Ganggenauigkeit von Taschenuhrmechanismen kompensieren sollte.
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Der Tourbillon
Meisterschaft und Kunstfertigkeit
Seine geniale Idee war, das Reglerorgan (Unruh und Spiralfeder) sowie die Hemmung in
einem metallenen Käfig zu plazieren, der sich um die eigene Achse drehte. Mit einer vollständigen Umdrehung pro Minute
sollten so die mit der meist vertikalen Position der Taschenuhr verbundenen Gangabweichungen annulliert werden.
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Der Tourbillon
Meisterschaft und Kunstfertigkeit
Der seither als technische Meisterleistung und Krönung uhrmacherischen Könnens und Geschicks betrachtete
Tourbillon-Drehkäfig inspirierte die besten Uhrmacher des 19. und 20. Jahrhunderts, darunter Frédéric Houriet,
Louis-Urban Jürgensen, James Pellaton oder Constant Girard. Ein besonderes Lob verdient Fritz Charrue-Charrue aus Le Locle,
der 1945 nach sechsjähriger Arbeit den kleinsten je gebauten Tourbillon vorstellte: der Käfig hatte nicht mehr als 8 mm
Durchmesser, und die stählerne Ankerhemmung war nur 2,5 mm lang.
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Der Tourbillon
Meisterschaft und Kunstfertigkeit
Der Tourbillon lässt sich mit verschiedenen Hemmungsarten kombinieren,
so auch mit der häufig in Taschenuhren verwendeten Chronometerhemmung. Durchgesetzt hatte sich jedoch schliesslich in
Verbindung mit dem Tourbillon die Ankerhemmung. Die Marke Patek Philippe gab das Signal zu Beginn der 1950er Jahre.
Ihre so konstruierten Kaliber bewiesen ihre Präzision in den grossen Chronometerwettbewerben der fünfziger und sechziger
Jahre.
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Der Tourbillon
Meisterschaft und Kunstfertigkeit
In dieser Zeit dachte man häufig daran, auch Armbanduhren mit einem Tourbillon
auszustatten, mehr wegen der technischen Meisterleistung als wegen der praktischen Notwendigkeit, befindet sich doch die
Armbanduhr nicht überwiegend in vertikaler Position.
Experimentelle Prototypen entstanden, doch auf die erste in Serie gefertigte automatische Armbanduhr mit Tourbillon
musste man bis 1986 warten, als Audemars-Piguet erstmals ein solches, von André Beyner und Maurice Grimm entwickeltes
Modell herausbrachte.
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Der Tourbillon
Meisterschaft und Kunstfertigkeit
Die Uhr war sehr flach und bewies, dass der Einsatz von numerisch gesteuerten
Maschinen und Funkenerosionstechnik nicht unvereinbar war mit Uhrmacherkunst auf höchstem Niveau. Sie bedeutete jedoch
auch - und das war ein Wendepunkt -, dass die Fertigung von Tourbillonuhren nicht länger das Monopol einiger großer Könner
war.
In den 1990er Jahren wurden Tourbillonmodelle immer beliebter und hielten wieder Einzug in den Kollektionen renommiertester
Marken.
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Der Tourbillon
Meisterschaft und Kunstfertigkeit
So miniaturisierte Girard-Perregaux ihr berühmtes Taschenuhrmodell «Tourbillon sous trois ponts d'or» für das
Handgelenk, was alles andere als eine kleine Aufgabe war.
Der Drehkäfig erschien jedoch auch in den Katalogen bescheidenerer Label, die meist von spezialisierten Herstellern aus
der Vallée de Joux beliefert wurden. Letztere haben heute die Tendenz, diesbezüglich zurückhaltender zu sein, damit der
faszinierende Mechanismus -
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Der Tourbillon
Meisterschaft und Kunstfertigkeit
noch immer eine der großen Komplikationen und synonym mit uhrmacherischer Perfektion -
nicht allzusehr banalisiert wird. Denn diese Auszeichnung will verdient sein.
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Der Tourbillon
Meisterschaft und Kunstfertigkeit
Führen Sie den Pfeilcursor mit der Maus durch die 3D-Animation und manipulieren
Sie die Uhr nach den Anweisungen, die unter dem Fenster erscheinen. Fahren Sie mit der Maus auf die einzelnen Teile und
entdecken Sie ihre Bezeichnung. Klicken Sie auf die Tourbillonbrücke, um den Mechanismus zu isolieren und seine Details zu sehen. Klicken Sie auf den unteren Käfig, um die Teile zu montieren und sie so einzeln zu kennenzulernen.
Die Minutenrepetieruhr
Ein Meisterwerk mechanischer Poesie
Diese Animation enthält Audio-Elemente.
Sie wird Ihnen offeriert von: Patek Philippe
Die Minutenrepetieruhr
Ein Meisterwerk mechanischer Poesie
Die ersten Uhren mit einem Schlagwerk für die Zeitanzeige erschienen bereits Ende
des 15. Jahrhunderts. Im 17. und 18. Jahrhundert trugen vor allem die englischen Uhrmacher Edward Barlow, Daniel Quare,
Thomas Tompion und Thomas Mudge zur Entwicklung von Mechanismen bei, die auf Verlangen die Zeit akustisch angaben.
Abraham-Louis Breguet ersann eine Glocke in Form einer Stahlfeder, und diese Erfindung wurde von François Crespe
weiterentwickelt.
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Die Minutenrepetieruhr
Ein Meisterwerk mechanischer Poesie
Die Vorrichtung hatte den unschätzbaren Vorteil, wenig Platz einzunehmen und doch
einen annehmbar kräftigen Klang zu bieten.
Das grosse Interesse für Uhren mit akustischer Zeitangabe ist leicht verständlich, gab's doch damals erst Kerzenlicht
oder Öllampen: Töne waren das einfachste Mittel, nachts die Zeit «abzulesen». Obschon die Bedeutung dieses praktischen
Arguments allmählich zurückging, produzierten die Uhrenfabrikanten im 19. und 20. Jahrhundert weiterhin Taschenuhren mit
Repetierschlagwerken.
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Die Minutenrepetieruhr
Ein Meisterwerk mechanischer Poesie
Die Liebhaber grosser Komplikationsmechanismen waren und sind nach wie vor
begeistert von diesen Kalibern, die zu den vollendetsten Stücken der Uhrmacherkunst zählen.
Ende des 19. Jahrhunderts fehlte nur noch die Armbanduhr-Minutenrepetition. Die zu diesem Zweck benutzten Uhrwerke
basierten zunächst auf Kalibern für Damen-Anhängeruhren, die kleiner als jene von Taschenuhren, aber genügend gross
für eine gute Klangqualität waren. Audemars-Piguet verwirklichte 1892 die erste Armbanduhr mit Minutenrepetition.
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Die Minutenrepetieruhr
Ein Meisterwerk mechanischer Poesie
Neben einigen anderen Fabrikanten lieferte LeCoultre noch vor der Jahrhundertwende
äusserst raffinierte Rohwerke, die für Armbanduhren verwendet werden konnten. Bei Patek Philippe war die erste Armbanduhr
mit Komplikationsmechanismus eine Fünfminutenrepetition für Damen, ein auf 1915 datiertes Einzelstück.
Die Auflagen von Repetieruhren blieben klein. So produzierte Patek Philippe zwischen 1925 und 1945 nur etwa 440 Stück.
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Die Minutenrepetieruhr
Ein Meisterwerk mechanischer Poesie
Es brauchte noch ein halbes Jahrhundert und den Wiederaufschwung der mechanischen Uhrmacherei nach den Nur-Quarz-Jahren,
damit Schlagwerkuhren wieder aktuell wurden.
Doch die Herausforderung der Miniaturisierung lockte, und die technischen Meisterleistungen liessen nicht auf sich warten.
1992 sorgte Philippe Dufour an der Uhrenmesse Basel für Aufsehen mit der ersten Armbanduhr mit grossem und kleinem Schlagwerk.
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Die Minutenrepetieruhr
Ein Meisterwerk mechanischer Poesie
1998 realisierte Audemars-Piguet eine Damenarmbanduhr mit Carillon-Minutenrepetition
und 22,3 mm Durchmesser. Und im Jahr 2000 erhielt Girard-Perregaux den Spezialpreis der Jury beim Wettbewerb der Uhr des
Jahres von «Montres Passion - Uhrenwelt» für die Armbanduhr Opera One, ein Tourbillonmodell mit Automatikaufzug und
Westminster-Glockenspiel.
Sofort erkennbar ist eine Repetieruhr am Spannhebel oder -drücker auf dem Gehäuse.
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Die Minutenrepetieruhr
Ein Meisterwerk mechanischer Poesie
Es gibt verschiedene Schlagwerktypen: Die Minutenrepetition schlägt auf die Minute
genau dank der Abfolge von drei unterschiedlich hohen Tönen, die durch die Kombination zweier Tonfedern erzeugt werden.
Die tief gestimmte Feder allein schlägt die Stunden, dann folgen einer bis drei hoch-tiefe Doppeltöne für die
Viertelstunden, danach die kristallinen Klänge der Minuten, die seit der letzten Viertelstunde verstrichen sind.
Um 11.58 Uhr folgen sich also 11 tiefe Töne, 3 hoch-tiefe Doppeltöne und schliesslich 13 helle Minutenklänge.
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Die Minutenrepetieruhr
Ein Meisterwerk mechanischer Poesie
Viertelstundenrepetieruhren schlagen auf Verlangen nur die Stunden und
Viertelstunden, Fünfminutenrepetitionen die Stunden und die Anzahl der Fünfminutenpakete. Ausserdem gibt es,
allerdings selten, Halbviertelrepetitionen. Sie schlagen die Stunden und die Viertelstunden auf zwei Federn,
mit einer zusätzlichen Note auf einer Feder, wenn die Hälfte des folgenden Viertels bereits verstrichen ist.
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Die Minutenrepetieruhr
Ein Meisterwerk mechanischer Poesie
Eine grosses Schlagwerk, meist französisch «Grande Sonnerie» genannt, schlägt beim Durchgang der Stunden und
Viertelstunden automatisch und gibt auf Verlangen die Zeit auf die Minute genau an.
Bei der «Petite Sonnerie» werden die Stunden im Unterschied zum grossen Schlagwerk
nicht bei jedem Viertelstundendurchgang wiederholt. All diese Schlagwerke sind mit einem Riegel ausgestattet und können
selbstverständlich auf Wunsch auch ausgeschaltet werden.
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Die Minutenrepetieruhr
Ein Meisterwerk mechanischer Poesie
Die sogenannten Carillon- oder Glockenspiel-Schlagwerke geben die Viertelstunden
mit einer auf drei Tonfedern gespielten Melodie wieder. Das noch seltenere Westminster-Glockenspiel interpretiert auf
vier Klangfedern die Melodie der Turmuhr des Parlamentsgebäudes in London.
Bis zu Beginn des 21. Jahrhunderts gaben derartige Repetitionsuhren die berühmte Melodie von Händel nicht wirklich getreu
wieder, da es nicht gelang, dieselbe Note in Serie zu wiederholen.
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Die Minutenrepetieruhr
Ein Meisterwerk mechanischer Poesie
Zu den sechs wichtigsten Innovationen der berühmten
Taschenuhr Star Caliber 2000 von Patek Philippe gehört ein patentiertes Westminster-Carillonschlagwerk, das dieses
Problem technisch gelöst hat.
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Die Minutenrepetieruhr
Ein Meisterwerk mechanischer Poesie
Führen Sie den Pfeilcursor mit der Maus durch die 3D-Animation und manipulieren
Sie die Uhr nach den Anweisungen, die unter dem Fenster erscheinen. Wenn Sie mit der Maus über die Einzelteile fahren,
erscheint deren Bezeichnung. Klicken Sie auf das Icon der Stunden, damit der Mechanismus die Uhrzeit Ihres PC schlägt. Klicken Sie zum Auswählen einer Animation auf das Drehen Sie die Uhr auf die Seite der Hämmer und legen Sie den Mechanismus frei!
Gangreserve und Dynamograph
Die Zeitreserve im Griff behalten
Die Animation wird Ihnen offeriert von: Audemars Piguet
Gangreserve und Dynamograph
Die Zeitreserve im Griff behalten
Die Anzeige der Gangreserve ist seit einigen Jahrzehnten voll im Trend und schmückt die Zifferblätter zahlreicher Modelle. Sie gibt eine nützliche Information über den Zustand der Antriebsfeder und damit über die verbleibende Autonomie des mechanischen Uhrwerks, ob mit Hand- oder Automatikaufzug.
Das Prinzip dieser Messung ist alt, bekannt und relativ simpel.
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Gangreserve und Dynamograph
Die Zeitreserve im Griff behalten
Man findet es einmal mehr bereits beim genialen und unausweichlichen Breguet, der Ende des 18. Jahrhunderts Uhren mit Anzeige der Federspannung für die Aufzugfeder sowie für die Schlagwerkfeder bei Minutenrepetitionen verwirklichte.
Das Prinzip ist wie gesagt ziemlich einfach. Ein Zeiger gibt auf einem Kreisausschnitt an, wie viele Umdrehungen die sich entspannende Aufzugfeder gemacht hat beziehungsweise noch verbleiben.
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Gangreserve und Dynamograph
Die Zeitreserve im Griff behalten
Herkömmlicherweise rechnet man mit sechs bis neun Umdrehungen, damit die Feder von 20 bis 60 cm Länge vollständig aufgezogen ist, während sie sich mit einer Geschwindigkeit von vier bis sechs Umdrehungen pro Tag entspannt. Es dauert also je nach Modell 24 bis 72 Stunden, bis die Antriebskraft des Federhauses vollständig erschöpft ist.
Streng genommen entspricht die Gangreserve der Funktionsdauer, die das Uhrwerk über die 24 Stunden hinaus bietet, welche bei einer Armbanduhr (oder 7 Tage bei einer Grossuhr) normalerweise gewährleistet sind.
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Gangreserve und Dynamograph
Die Zeitreserve im Griff behalten
In der Praxis wird jedoch die Gesamtdauer berücksichtigt, und der Zeiger signalisiert den Spannungsabfall der Feder bis Null.
Die verbleibende Zeit bis zur vollständigen Entspannung der Aufzugfeder zu kennen ist das eine. Diese Gangreserve sagt jedoch nichts über die Qualität der verbleibenden Antriebskraft aus, läuft doch eine Uhr nicht mit der gleichen Genauigkeit, wenn die Federspannung sich dem Ende zuneigt. Die Ganggenauigkeit hängt von dem durch die Feder gelieferten Drehmoment ab, das Ausdruck zweier mechanischer Kräfte ist.
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Gangreserve und Dynamograph
Die Zeitreserve im Griff behalten
Die Feder gibt die Energie nicht linear ab. Diese ist am Anfang, wenn die Feder maximal gespannt ist, am höchsten. Dann verläuft die Entspannungskurve lange Zeit in sanfter Schräge, bis die Spannung an einem gewissen Punkt rasch abfällt. Das Werk läuft zwar noch, doch die Genauigkeit ist oder kann beeinträchtigt sein.
Wann muss man seine Uhr aufziehen, um eine optimale Ganggenauigkeit zu gewährleisten? Die Antwort erbrachte Audemars Piguet.
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Gangreserve und Dynamograph
Die Zeitreserve im Griff behalten
Die Manufaktur aus Le Brassus hat den Dynamographen entwickelt, der die Federspannung misst und einen Zeiger steuert, der die Spannung bzw. das Drehmoment der Feder in Istzeit anzeigt. Verlässt der Zeiger den Bereich der optimalen Spannung, ist die Ganggenauigkeit nicht mehr gewährleistet, und es ist Zeit, die Uhr wieder aufzuziehen.
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Gangreserve und Dynamograph
Die Zeitreserve im Griff behalten
Führen Sie den Zeiger mit der Maus in der 3D-Animation herum und manipulieren Sie den Mechanismus nach den Anweisungen, die unter dem Fenster erscheinen. So können Sie die Namen der einzelnen Teile kennenlernen. Klicken Sie auf die Anzeigen, um den Mechanismus zu «sprengen» und die Einzelheiten zu beobachten. Klicken Sie auf die Stunden und halten Sie die Position der beiden Anzeigen bezüglich der Gangreserve genau im Auge.
Die rückspringende Anzeige
Ein Zeigerballett an Ihrem Arm
Die Animation wird Ihnen offeriert von: Harry Winston Rare Timepieces
Die rückspringende Anzeige
Ein Zeigerballett an Ihrem Arm
Einmal mehr war es Abraham-Louis Breguet, der als erster bereits 1794 die rückspringende oder rückstellende Anzeige (affichage rétrograde) entwickelt hatte, etwa für das Datum und die Zeitgleichung. Damals handelte es sich um einen klassischen Mechanismus mit sektorieller Zahnstange, Sperrkegel, Rückstellrad usw. Am 12. Januar 1892 stellte dann der Genfer Uhrmacher E. Koehn sein Schweizer Patent 4746 vor: eine Vorrichtung mit zwei solchen Kreisausschnitt-Zahnstangen für einen auf Null rückspringenden Sekundenzeiger, aber auf Wunsch, indem man einen Drücker betätigt.
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Die rückspringende Anzeige
Ein Zeigerballett an Ihrem Arm
Es handelte sich hier um eine «Rétro»-Anzeige mit vereinfachtem Stoppuhrmechanismus.
Nachdem die rückspringende Anzeige mehr oder weniger in Vergessenheit geraten war, erschien sie zu Beginn der 1970er Jahre erneut in einer modernen Taschenuhr mit beidseitigen Anzeigen, die eine normal, die andere rückspringend, entwickelt auf Anregung von Dr. A. Benz von der Comor SA in La Chaux-de-Fonds: Sammlern aus aller Welt ein Begriff für Neuauflagen und Restaurierungen alter Uhren.
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Die rückspringende Anzeige
Ein Zeigerballett an Ihrem Arm
Um die gleiche Zeit entwickelte Dubois Dépraz in der Vallée de Joux zwei Module mit Zahnstange und teilweise gezahntem Sperrrad mit Anschlag, die auf dem herkömmlichen System basierten, aber speziell für Armbanduhren gedacht waren. Die erste damit ausgestattete Uhr war die berühmte Sectora der Marke Jean d'Eve aus La Chaux-de-Fonds. Eine Lip-Uhr mit demselben Mechanismus erschien kurz vor dem Ende der Traditionsmarke aus Besançon, und auch Wittnauer in Genf benutzte ihn.
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Die rückspringende Anzeige
Ein Zeigerballett an Ihrem Arm
Seither erschienen zahlreiche Neuentwicklungen, und verschiedene Marken bereicherten ihre Kollektionen mit Modellen, die rückspringende Anzeigen für das Datum oder die Minuten bieten, oft in Verbindung mit springenden Stunden. Die Marke Harry Winston spezialisierte sich seit 1989 darauf, und zwar mit einem zweifach rückstellenden ewigen Kalender, der gemeinsam mit den Genfer Uhrmachermeistern Roger Dubuis und Jean-Marc Widerrecht entwickelt worden war.
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Die rückspringende Anzeige
Ein Zeigerballett an Ihrem Arm
Anschliessend bot die Marke auf der Grundlage von Uhrwerken von Girard Perregaux mehrere rückspringende Sekunden-Anzeigesysteme in verschiedenen Kombinationen, etwa mit dem Datum oder in zwei getrennten Kreisausschnitten von 0 bis 30 und von 30 bis 60 Sekunden, deren Zeiger augenblicklich auf den Ausgangspunkt «zurückfliegen».
Zahlreiche weitere Kreationen zeugen vom wiedererwachten Interesse am Rückstellmechanismus zu Ende des 20. Jahrhunderts, die spektakulärsten von Franck Muller, wiederum Roger Dubuis und Gérald Genta.
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Die rückspringende Anzeige
Ein Zeigerballett an Ihrem Arm
Und dieses Interesse hält an… Für die Liebhaber solcher Anzeigen wiegen offenbar die originellen Zifferblattkonzeptionen und deren Animation die Nachteile des weniger praktischen und oft etwas Übung erfordernden Zeitablesens bei weitem auf. Erwähnt sei in diesem Zusammenhang, dass die 2001 von Patek Philippe vorgestellte, besonders komplizierte Armbanduhr Sky Moon Tourbillon ein rückstellendes Datum mit neuartigem Mechanismus ohne Zahnstange enthält.
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Die rückspringende Anzeige
Ein Zeigerballett an Ihrem Arm
Führen Sie den Zeiger mit der Maus in der 3D-Animation herum und manipulieren Sie den Mechanismus nach den Anweisungen, die unter dem Fenster erscheinen. So können Sie die Namen der einzelnen Teile kennenlernen. Klicken Sie auf das Zifferblatt, um den Mechanismus zu beobachten. Drehen Sie die Uhr und klicken Sie auf die Platine, um den Mechanismus zu beobachten. Klicken Sie auf die Drückerwippe, um zu sehen, wie der Rückspring-mechanismus der Wochentage funktioniert.
Der Wecker am Arm
Eine zirpende Grille
Diese Animation enthält Audio-Elemente.
Sie wird Ihnen offeriert von: Vulcain
Der Wecker am Arm
Eine zirpende Grille
Bereits 1601 verlangte die Zunftsatzung der Genfer Uhrmacher als Meisterstück «eine Uhr mit Wecker, um den Hals zu tragen». Das bedeutet, dass die Uhren mit einem Alarmmechanismus ausgestattet waren, noch bevor man den Minutenzeiger erfunden hatte (In der dritten Animation «Die Anzeige» können Sie lesen, wann der Minutenzeiger erscheint). Vom 15. bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts veränderte sich das Prinzip des mechanischen Weckers kaum, es wurde nur den verschiedenen Formen und Dimensionen der Grossuhren, Tischuhren, Nachttisch-Wecker und Taschenuhren angepasst.
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Der Wecker am Arm
Eine zirpende Grille
Beim Übergang zur Armbanduhr hingegen stellte sich das Problem, ein genügend lautes Signal zu erzeugen, um den Träger der Uhr aus seinem tiefen Schlaf zu reissen.
Den ersten echten Armbandwecker stellte Eterna an der Landesausstellung in Bern 1914 vor. Das Patent hatte die Grenchener Uhrenmarke bereits 1908 eingereicht und zunächst eine Taschenuhr mit diesem System gebaut. Die Armbandversion kam während des Ersten Weltkriegs auf den Markt und bewährte sich in den Schützengräben. Ihr Weckermechanismus wurde bis 1946 genutzt.
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Der Wecker am Arm
Eine zirpende Grille
Seit Beginn der 1940er Jahre hatte der Ingenieur Robert Ditisheim, Besitzer der Uhrenfabrik Vulcain in La Chaux-de-Fonds, seine Fähigkeiten in Metallurgie und Akustik für eine grosse Herausforderung eingesetzt: Er wollte einen Weckermechanismus mit hoher Lautstärke für eine normalgrosse wasserdichte Armbanduhr entwickeln. Er konstruierte verschiedene Prototypen, die ihn nicht zufriedenstellten, bis der französische Wissenschaftler Paul Langevin ihm riet, sich von einem kleinen Insekt mit unbestreitbaren akustischen Leistungen inspirieren zu lassen: der Grille.
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Der Wecker am Arm
Eine zirpende Grille
Damit hielt die Bionik - die Umsetzung der Problemlösungen lebender Systeme in technischen Konstruktionen - auf spektakuläre Weise Einzug in die Uhrmacherei, und zwar in Form einer akustischen Membran aus Spannstahl mit einem Klötzchen, das von einem Hämmerchen geschlagen wurde und die Membran zum Schwingen brachte. Diese Membran wurde in einem doppelten Gehäuseboden untergebracht, der als Resonanzkasten diente.
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Der Wecker am Arm
Eine zirpende Grille
So war auch bei akzeptablen Abmessungen der Klang laut genug, um einen Schläfer zuverlässig zu wecken.
Als Hommage an die Grille erhielt das 1947 von Vulcain auf den Markt gebrachte Modell den Namen «Cricket». Sein Erfolg blieb ungebrochen, auch als die Vulcain-Fabrik von Revue Thommen übernommen wurde, bevor die Marke Vulcain 2002 mit diesem berühmten Weckerkaliber wieder unter eigener Flagge zu neuen Ufern aufbrach.
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Der Wecker am Arm
Eine zirpende Grille
Die beiden Grundpatente von Vulcain stimulierten die Schweizer Uhrenindustrie. Zahlreiche Marken überarbeiteten ihre Weckerkaliber: Lemania (in L'Orient), Jaeger-LeCoultre (Le Sentier), Girard-Perregaux (La Chaux-de-Fonds), Langendorf Watch (Biel), Pierce (Biel) und Cyma (Tavannes). Die Ebauches SA (heute ETA) stand nicht abseits und bot den Schweizer Einschalern zwei Weckerkaliber an: den Typ «Alertic» der A. Schild AG in Grenchen und die berühmte «Venus» (Moutier).
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Der Wecker am Arm
Eine zirpende Grille
Besondere Erwähnung verdient auch die Manufaktur Jaeger-LeCoultre: Ihr Modell Memovox ist ein Klassiker des Genres und erschien 1956 als erste Weckerarmbanduhr mit Automatikaufzug.
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Der Wecker am Arm
Eine zirpende Grille
Führen Sie die Maus durch die 3D-Animation und manipulieren Sie den Mechanismus gemäss den Hinweisen unter dem Fenster. Steht der Cursor auf einem Teil, erscheint sein Name. . Durch Klicken lassen sich gewisse Teile entfernen, um den Mechanismus zu beobachten.
Dann, in der folgende Ordnung: 1. Zum Einstellen der Weckzeit auf den Drücker klicken. 2. Zum Aufziehen des Weckers auf die Krone klicken. 3. Zum Auslösen des Schlagwerks auf das Icon klicken.